Wie kann ich einen privaten Vaterschaftstest machen?

VaterschaftstestEine Vaterschaft bedeutet eine große Verantwortung im Leben. Umso entscheidender ist es, Klarheit zu haben, wenn es offene Fragen gibt. Wenn sich Mütter nicht sicher sein können, welcher Mann der biologische Vater ihres Kindes ist, oder wenn Männer Zweifel an ihrer Vaterschaft haben, ist ein privater Vaterschaftstest die einfachste und am wenigsten belastende Möglichkeit, diese Fragen zu klären.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

Für einen Vaterschaftstest muss man weder zum Arzt noch eine Behörde aufsuchen. Das Probenentnahmeset erhält man in Apotheken oder kann es über das Internet bzw. telefonisch nach Hause bestellen. Darin ist alles enthalten, was man für die Probenentnahme und den Versand an das analysierende Labor benötigt. Normalerweise funktioniert ein Vaterschaftstest mit Mundschleimhautproben, die man mit Wattetupfern selbst entnimmt.

Räume deine Zweifel aus!

Manchmal ist es für Familien das Beste, wenn ein Elternteil seine Zweifel aus der Welt schaffen kann, ohne dass der Partner es mitbekommt. In einem solchen Fall, wenn der Test diskret durchgeführt werden soll, sind auch andere Proben verwertbar, z. B. benutzte Taschentücher, Kaugummis, Zigaretten etc. Eine Probe der Mutter ist für den Test nicht unbedingt erforderlich, erhöht aber die Aussagekraft deutlich und sollte daher – wenn möglich – mit eingesandt werden.

Wann sollte man den Vaterschaftstest machen?

Das Blut des Kindes enthält in den ersten Monaten nach der Geburt noch Zellen der Mutter, daher konnten frühere Abstammungstests, bei denen Marker im Blut untersucht wurden, erst erfolgen, wenn das Kind einige Monate alt war. Gleiches gilt für heutige DNA-Tests, wenn Blutproben verwendet werden sollen. Ein privater Vaterschaftstest aus Mundschleimhautproben kann jedoch sofort nach der Geburt des Kindes durchgeführt werden, da die untersuchten Zellen nur die DNA des Kindes aufweisen.

Der vorgeburtliche Vaterschaftstest

Ein vorgeburtlicher Vaterschaftstest kann sinnvoll sein, wenn die Zweifel an der Vaterschaft die Beziehung des Vaters zum ungeborenen Kind stark beeinträchtigt. Ein solcher Test ist aber nur möglich, wenn ohnehin eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt wird. Aus den dabei entnommenen Zellen kann die DNA des Kindes isoliert und für einen Vaterschaftstest verwendet werden. Ohne Fruchtwasseruntersuchung müsste eigens für den Vaterschaftstest ein Eingriff zur Zellentnahme erfolgen. Da jeder Eingriff ein Risiko für Mutter und Kind darstellt, ist hiervon stark abzuraten bzw. führen Ärzte diesen Eingriff nicht durch.

Die rechtliche Situation eines Vaterschaftstests

In Deutschland sind private Vaterschaftstests derzeit zwar nicht ausdrücklich erlaubt, aber auch nicht verboten. Ändern könnte sich dies, wenn das geplante Gendiagnostikgesetz verabschiedet wird, wobei noch nicht klar ist, ob bzw. inwiefern der Vaterschaftstest davon betroffen sein wird. Denn anders als bei megizinisch relevanten DNA-Analysen werden bei einem Vaterschaftstest keine Gene untersucht, sondern lediglich DNA-Abschnitte, die außerhalb von Genen liegen und keinerlei medizinisch relevante Aussage über die analysierte Person erlauben.

Welches Recht ist beim privaten Vaterschaftstest relevant?

Bei einem privaten Vaterschaftstest sind zweierlei Rechte relevant: Das Recht eines Mannes zu erfahren, ob er wirklich der biologische Vater eines Kindes ist, und das Recht des Kindes auf informationelle Selbstbestimmung. Ist ein Vater nicht sorgeberechtigt, kann ein Rechtskonflikt entstehen, wenn das Kind (vertreten durch die allein sorgeberechtigte Mutter) dem Test nicht zustimmt. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bezieht sich jedoch hauptsächlich auf vom Staat erhobene bzw. der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Daten, nicht auf private Angelegenheiten. Ist der Test also nur für private Zwecke gedacht, ist dieses Recht nicht direkt betroffen und der Test somit nicht illegal.

Der Vaterschaftstest als gerichtliches Beweismittel

Anders sehen dies Gerichte, wenn der private Test als Beweismittel für eine gerichtliche Vaterschaftsanfechtung dienen soll. Nach Anerkennung der Vaterschaft hat jeder Vater zwei Jahre Zeit, um die Vaterschaft anzufechten. Nach dieser Frist benötigt ein zweifelnder Vater ein gerichtsverwertbares Indiz, um überhaupt die Vaterschaft anfechten zu können. Nicht vorhandene Ähnlichkeit oder anonyme Anrufe etc. gelten hierbei nicht, ein mit Zustimmung aller beteiligter Personen durchgeführter privater Vaterschaftstest hingegen schon. Ist der Vater nicht sorgeberechtigt, benötigt er die Zustimmung der sorgeberechtigten Mutter, damit das Gericht den Test anerkennt.

Wie verlässliche ist ein privater Vaterschaftstest?

Meist hängen am Ausgang eines privaten Vaterschaftstests weitreichende Entscheidungen, die die Familiensituation für viele Jahre bestimmen. Umso wichtiger ist daher, dass das Ergebnis eines privaten Tests ebenso verlässlich ist wie ein gerichtlich angeordnetes Gutachten.

Da Abstammungsanalysen in Deutschland bislang keiner gesetzlichen Zulassungspflicht oder Qualitätsüberwachung unterliegen, kann im Grunde jedermann Vaterschaftsgutachten z. B. über das Internet vertreiben. Mittlerweile verfügen 9 von 10 Anbietern weder über ein eigenes Labor noch über die nötige fachliche Qualifikation, um die Qualität etwaiger eingekaufter Laborleistungen überprüfen zu können. Für den Kunden bleibt es dabei im Dunkeln, wo und von wem seine Proben analysiert werden bzw. ob überhaupt analysiert wird.

Ansteigender Wettbewerb unter Anbietern für einen Vaterschaftstest

Der rasant ansteigende Wettbewerb bei privaten Vaterschaftstests hat zudem in den letzten Jahren zu einem Preiskampf geführt, bei dem sich die Anbieter fast täglich mit neuen Sonderangeboten unterbieten. Kostete ein DNA-Abstammungsgutachten vor fünf Jahren noch über 2.000 Euro, ist vermeintliche Gewissheit heute bereits für unter 250 Euro zu haben.

In der Regel werben die Anbieter damit, wieviele Genorte sie testen bzw. wie hoch die Vaterschaftswahrscheinlichkeit bei einem positiven Testergebnis ist (99, ..%). Darin nicht enthalten und für den Auftraggeber unersichtlich ist allerdings die Fehlerrate bei der Analyse, die mit den – auf den ersten Blick nicht kritisch erscheinenden – organisatorischen Rahmenbedingungen zusammenhängt. Hierzu zählen die automatisierte
Probenbearbeitung, die Implementierung von Kontrollmechanismen und die Beschäftigung qualifizierten Personals. Hier kannst du dir ein Set zum Vaterschaftstest kaufen.

FAQ zum Thema Vaterschaftstest

Schätzungen zufolge sind 10 % aller Kinder so genannte Kuckuckskinder, also Kinder mit einem anderen, als den von der Mutter angegebenen Vater. Da besonders in der letzten Zeit das Thema Vaterschaftstests eine große Debatte durchgemacht hat, möchte ich dir an dieser Stelle die wichtigsten Fragen zum Thema Vaterschaftstests beantworten.

Was ist ein Vaterschaftstest?

Ein Vaterschaftstest ist ein Verfahren bei dem die Verwandtschaft zweier Personen miteinander untersucht wird. In der Regel wird ein Vaterschaftstest durchgeführt, um, wie der Name es bereits verrät, den Verwandtschaftsgrad zwischen Vater und Sohn zu bestimmen.

Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

  • Blutgruppenmethode: Beim Blutgruppentest wird anhand der Blutgruppen von Mutter, Kind und Vater überprüft, ob die Blutgruppe des Kindes aus der Kombination der elterlichen Blutgruppen ermittelt werden kann.
  • Serologische Gutachten: Bei dieser Methode werden weitere Bestandteile des Blutes in die Untersuchung mit einbezogen.
  • Erbbiologische Gutachten: Anhand von äußerlichen Merkmalen wird versucht eine Vaterschaft zu bestätigen oder zu bestreiten.
  • DNA Analyse: Bei der DNA Analyse werden die DNA Regionen von Personen miteinander verglichen, um auf diese Weise eine Elternschaft bestimmen zu können. Je mehr DNA Regionen übereinstimmen, umso sicherer ist eine Vaterschaft.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

Gewöhnlich wird mit einem keinen Spachtel Speichel aus den Wangentaschen der zu untersuchenden Personen genommen. Diese Probe wird dann in ein Labor eingeschickt und hinsichtlich der Übereinstimmung der DNA untersucht.

Wie sicher ist ein Vaterschaftstest?

Liegen bei einer DNA Untersuchung die Proben von Mutter, Vater als auch Kind vor, so garantieren die meisten Labore eine Ergebnissicherheit von 99,9999%.

Was kostet ein Vaterschaftstest?

Die Preise für private DNA Untersuchungen variieren von Labor zu Labor. In der Regel liegen sie jedoch zwischen 200 und 600 Euro.

Was kann als Probe eingereicht werden?

Neben einer Speichelprobe können auch Kaugummis, Haare mit Wurzeln, Blut, Zahnbürsten, Schnuller, Taschentücher und vieles mehr verwendet werden, um eine DNA Analyse durchführen zu lassen.

Wie lange dauert ein Vaterschaftstest?

Ähnlich wie bei den Preisen kann die Bearbeitung von DNA Proben bei unterschiedlichen Labors variieren. Häufig wird jedoch ein Zeitraum von 3 Tagen angegeben um die Untersuchung abzuschließen und ein Gutachten zu erstellen.

Kann ich einen Vaterschaftstest ohne die DNA der Mutter machen?

Ein Vaterschaftstest kann auch ohne Probe der Mutter durchgeführt werden, aber durch Abgabe einer Speichelprobe der Mutter erhöht sich die Ergebnissicherheit.

Ab wann ist ein Vaterschaftstest möglich?

Theoretisch kann bereits im Mutterleib die DNA des noch ungeborenen Kindes bestimmt werden, da damit jedoch nicht unerhebliche Risiken verbunden sind, wartet man gewöhnlich auf die Geburt des Kindes. Ab diesem Zeitpunkt kann jedoch problemlos eine Speichelprobe genommen werden.

Gerichtlicher oder privater Vaterschaftstest?

Ein privater Vaterschaftstest wird in der Regel erstellt um eine persönliche Gewissheit darüber zu haben, ob man wirklich der Vater des Kindes ist. Auf diese Weise ist in Streitfragen zwischen den Eltern eine außergerichtliche Einigung oftmals möglich. Für einen privaten Vaterschaftstest reicht die DNA Probe des Vaters und des Kindes aus.

Ist eine außergerichtliche Einigung jedoch nicht möglich, und ziehen beide Eltern vor Gericht, so kann das Gericht in bestimmten Fällen selbst einen Vaterschaftstest veranlassen. Für diesen Fall werden jedoch die Proben aller beteiligten Personen notwendig.

Sind private Vaterschaftstests vor Gericht gültig?

Ohne Einwilligung der Mutter des Kindes oder des Kindes ist es nicht mehr erlaubt einen privaten Vaterschaftstest auch vor Gericht zu verwenden. Selbst wenn der Vater also mit 99 % Wahrscheinlichkeit beweisen kann das er nicht der Vater des Kindes ist, hat die beispielsweise in Unterhaltsfragen keinerlei Bedeutung. Deswegen solltest du zuerst einen privaten Vaterschaftstest machen und falls benötigt danach einen gerichtlichen Vaterschaftstest für Gericht anfordern.

Schlussbemerkung

Damit es erst gar nicht um Vaterschaftsfragen geht oder du kein Kind haben möchtest, solltest du eine Verhütungsmethode verwenden. Kondome haben sich dabei als sehr nützlich erwiesen und bewährst. Auf dieser Seite kannst du dich noch etwas spezieller über Kondome informieren und hier kannst du sofort ein oder mehrere Kondome kaufen.